Preis für ein Fotoshooting?

Preis für ein Fotoshooting? – Warum ist das so „teuer“?

Ein Fotoshooting für Privatkunden kostet bei einem professionellen Fotografen schnell einmal 250,00€ für ein einstündiges Shooting. Oftmals ist im Preis dann eine gewisse Anzahl bearbeiteter Bilder enthalten.

Günstigere Angebote bei Berufsfotografen gibt es, hier bekommt der Kunde allerdings keine Datei mit den Bilddaten, sondern einen Abzug des Fotos. Die Bilder einfach scannen und so digitalisieren ist, laut den meisten Verträgen, nicht zulässig. Wenn Sie Ihre Bilder digital haben möchten, dann müssen Sie beim Fotografen diese separat dazu kaufen.

Hat ein Fotograf einen so hohen Stundenlohn?

Wie aber kommt eigentlich ein Preis von z.B. 250,00€ bei einem Shooting von nur einer Stunde zustande? Hat ein Fotograf wirklich einen Stundenlohn von 250,00€? Bei einem Portraitshooting für Privatkunden sind die 60 Minuten Shootingzeit ein kleiner Teil der Zeit, die für ein derartiges Shooting veranschlagt werden müssen. Vorab werden e-Mails vom Kunden beantwortet oder Telefonate geführt. Das Equipment, bestehend aus Blitzanlage, Reflektoren, Lichtformern, Stativen und Kameraequipment muss ins Auto verpackt und zum Shootingort gebracht werden, wo es dann aufgebaut werden muss. Das kann schon einmal gerne insgesamt 2 Stunden zusätzlich zur reinen Shootingzeit in Anspruch nehmen. Für die Auswahl der Bilder, das Bereitstellen in der Onlineauswahl, das Schreiben der Rechnung und Brennen der Bilddaten auf CD können 30 – 45 Minuten eingerechnet werden. Die Dauer für die Bearbeitung der Bilder kann je nach Kundenwunsch variieren, im Schnitt aber liegt sie bei 30 Minuten pro Bild. Wenn wir also davon ausgehen, ein Kunde möchte 7 Bilder haben, dann haben wir eine Bearbeitungszeit von insgesamt 3,5 Stunden.

In der Summe beträgt der Zeitaufwand für ein 60 minütiges Shooting somit insgesamt 7 Stunden. Daraus ergibt sich ein Stundenlohn von rund 35,71€. Davon muss das Equipment bezahlt, Rücklagen für Reparaturen und Verschleiss der Blitze, Kameras etc. gebildet, Steuern und Versicherungen gezahlt werden. Von dem, was dann noch übrig bleibt, muss der private Lebensunterhalt finanziert werden.

Fazit

Auf den ersten Blick hat ein Fotograf wirklich einen super Stundenlohn. Wenn man die Arbeit, die dahinter steckt, betrachtet, stellt man aber sehr schnell fest, dass es viel Arbeit ist um davon Leben zu können.